Natur pur im Yosemite Nationalpark

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Wasserfälle, eine tolle Tierwelt und der Duft des Waldes, der dich stets begleitet. Zudem Ausblicke, die dich sprachlos machen. Das ist der Yosemite Nationalpark. Er war der erste Nationalpark unseres Roadtrips durch den Westen der USA und besser hätte es nicht anfangen können. Er ist so vielseitig und hat uns jeden Tag aufs Neue überrascht. Falls du bisher noch nicht selbst dort warst, solltest du es dir unbedingt irgendwann einmal vornehmen. Ein paar Orte, die du dir nicht entgehen lassen solltest und empfehlenswerte Wanderungen, habe ich hier für dich zusammengestellt.

Yosemite Valley

Das Yosemite Valley ist das Herz des Parks. Hier haben wir unseren Aufenthalt gestartet und uns erst einmal im Visitor Center informiert. Dieses ist total interessant gestaltet und die Ranger dort helfen dir sehr gerne mit der Planung deiner Zeit im Yosemite weiter.

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Neben dem Visitor Center findest du hier außerdem Restaurants, einen Supermarkt, Campingplätze und zwei größere Hotels. Zudem gibt es im Valley ein kostenloses Shuttlebus-System, das aus zwei verschiedenen Routen besteht und dich zu den Startpunkten vieler Wanderwege transportiert. Dies ist nützlich, da die einzelnen Parkplätze im Sommer sehr schnell voll werden können.

Yosemite Falls

Nicht weit vom Visitor Center entfernt, befinden sich zwei der bekanntesten Wasserfälle: der Lower und der Upper Yosemite Fall. Diese solltest du auf jeden Fall gesehen haben.

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Du kannst entweder zu Fuß hier her spazieren oder aber mit dem Shuttlebus bis Stopp 6 fahren. Von dort startet ein ebener Rundweg, der 1,7 km lang ist. Er führt dich direkt zum Fuß des Lower Yosemite Falls und bietet dir immer wieder einen tollen Ausblick auf den darüber liegenden Upper Yosemite Fall. Es ist eine kurze, aber schöne Wanderung. Allerdings ist hier auch meistens viel los, da der Weg nicht sehr lange und anspruchsvoll ist und somit viele Reisebusse kurz stoppen. Deswegen empfehle ich dir gleich morgens oder erst am späteren Nachmittag zu den Falls zu kommen.

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Wenn du eine etwas anspruchsvollere Wanderung unternehmen und noch näher an den oberen Wasserfall herankommen möchtest, dann ist der Weg zum Upper Yosemite Fall genau das Richtige für dich. Er startet ab Busstopp 7, direkt am Campingplatz Camp 4. Bis nach ganz oben zum Upper Fall und wieder zurück sind es 12 km. Du solltest auf jeden Fall genug Zeit dafür einplanen und immer genug Wasser zum Trinken dabei haben. Wir sind nicht den ganzen Weg gelaufen, sondern nur knapp die Hälfte, bis zum Fuß des Upper Yosemite Falls.

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Auch hier kannst du ihm schon sehr nahe kommen und hast zudem immer wieder eine wunderschöne Aussicht auf das Valley, den Glacier Point und den Half Dome.

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Vernal und Nevada Fall

Meine Lieblingswanderung im Yosemite Park führte uns den Mist Trail hinauf zum Vernal Fall. Ab Busstopp 16 startest du über den Fluss und biegst rechts ab. Zunächst geht es durch den Wald und entlang massiver Felsen ein Stück nach oben, bis du nach circa 1,3 km die Vernal Fall Footbridge erreichst. Von der kleinen Brücke aus, kannst du den Vernal Fall bereits sehen und dir überlegen, ob du noch weitergehen oder lieber umkehren möchtest. Solltest du gut zu Fuß sein, gehe aber auf jeden Fall weiter.

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Kurz nach der Brücke führen dich zahlreiche Stufen, direkt am Wasserfall entlang bis nach oben. Da die Gischt des Vernal Falls je nach Windrichtung direkt auf den Weg zuweht, solltest du nicht Wasserscheu sein, denn du wirst auf jeden Fall nass werden. Aber bei den heißen Temperaturen im Sommer war das für uns eigentlich eine willkommene Abkühlung und wir waren ganz schnell wieder trocken.

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Außerdem lohnt es sich, da du oben direkt dort stehen kannst, wo der Vernal Fall in die Tiefe stürzt. So nah am Abgrund eines Wasserfalls stand ich zuvor noch nie. Auch hier kannst du dir wieder überlegen, ob du umkehren möchtest. Das haben wir gemacht. Alternativ könntest du aber auch noch weitergehen bis zum Nevada Fall, der ebenfalls sehr sehenswert sein muss.

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Ich empfehle dir den Mist Trail möglichst morgens beziehungsweise vormittags zu wandern, da im Laufe des Tages immer mehr los ist und es an manchen Stellen hinauf zum Wasserfall sehr eng wird. Teilweise kommt man kaum aneinander vorbei und muss immer wieder warten, da der Weg sowohl nach oben, als auch wieder nach unten führt.

Wanderung über den Mist Trail bis ganz oben zum Vernal Falls: 3,9 km Rundweg
Wanderung über den Mist Trail bis ganz oben zum Nevada Falls: 8,7 km Rundweg

Mirror Lake

Der Mirror Lake ist das Spiegelbild der Wälder und Gipfel des Yosemite Nationalparks.

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Er war teilweise ausgetrocknet, als wir dort waren. Dennoch hat es mir sehr gut gefallen. Du kannst hier einen kleinen Spaziergang unternehmen, mit den Füßen durchs kühle Wasser waten oder dich einfach nur etwas ans Ufer legen. Auf einem 8 km Rundweg kannst du den See sogar umrunden. Du erreichst ihn ab Busstopp 17, aber auch über einen schönen, schattigen Spaziergang von Stopp 16.

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Glacier Point

Der Aussichtspunkt schlechthin im Yosemite Nationalpark ist wohl der Glacier Point. Uns hat er sprachlos gemacht und wir saßen lange Zeit einfach nur dort oben in der Sonne und haben den Ausblick genossen.

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Von hier aus kannst du so viele Highlights des Parks sehen, wie beispielsweise die Yosemite Falls, den Mirror Lake, den Vernal und den Nevada Fall sowie den Half Dome. Zudem bekommst du einen tollen Überblick über das gesamte Yosemite Valley.

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Ganz Sportliche erreichen den Glacier Point über den Four Mile Trail. Dieser Wanderweg führt 7,7 km vom Valley aus nach oben zum Gipfel. Vergiss dabei aber nicht, dass du das Ganze auch wieder herunter laufen musst. Natürlich kannst du auch mit dem Auto nach oben fahren, das dauert vom Valley aus knapp eine Stunde. Wir sind nicht ganz bis nach oben gefahren, sondern haben am Parkplatz vom Sentinel Dome Trail geparkt und sind von dort aus über den Sentinel Dome zum Glacier Point gewandert. Dieser Weg ist wirklich empfehlenswert. Vor allem weil er absolut nicht überlaufen ist und man nur hin und wieder anderen Wanderern begegnet.

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Die Straße zum Glacier Point ist im Sommer von Mai/Juni bis Oktober/November geöffnet. Während dieser Zeit, verkehrt dort auch mehrmals am Tag ein Bus, für den man allerdings einige Tage im Voraus Plätze reservieren muss, da er sehr begehrt ist. Informationen über den Bus und die genauen Öffnungszeiten des Glacier Points erfährst du auf der Homepage des Nationalparkservices. Auch im Visitor Center hilft man dir hierzu gerne weiter.

Sentinel Dome

Wie bereits erwähnt befindet sich der Sentinel Dome auf dem Weg zum Glacier Point. Man kann allerdings nicht direkt dorthin fahren, sondern muss am Parkplatz des Sentinel Dome Trailheads parken und sich zu Fuß auf den 3,5 km langen Rundweg machen. Der Weg führt dich zunächst ein ganzes Stück über Stock und Stein bis du plötzlich vor einem großen, grauen Felshügel stehst, dem Sentinel Dome.

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Diesen gilt es schließlich noch zu erklimmen. Das ist aber halb so wild und dafür wirst du oben mit einem 360° Rundumblick über den Yosemite Park belohnt. Das ist einfach beeindruckend. Der Sentinel Dome lohnt sich also auf jeden Fall.

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Wenn du möchtest, kannst du die Wanderung von hier aus noch bis zum Glacier Point verlängern. Das bietet sich an, da du sowieso schon auf halbem Weg dorthin unterwegs bist.

Bridalveil Fall

Direkt an der Abzweigung vom Southside Drive im Yosemite Valley zur Wawona Road liegt der Bridalveil Fall. Er stürzt sich 188 m in die Tiefe und ist über einen kurzen Spaziergang erreichbar. Man kann direkt bis zum Fuß des Wasserfalls gehen, um ein paar schöne Fotos zu machen.

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Wir haben anschließend allerdings schnell wieder das Weite gesucht, da uns zu viel los war. Es ist eben auch ein kurzer, flacher Weg, an dem viele Reisebusse stoppen. Der Wasserfall ist toll, aber für mich gab es schönere und vor allem ruhigere Ecken im Nationalpark. Vielleicht ist es auch hier besser, früh morgens oder am späten Nachmittag zu kommen.

Tunnel View

Folgt man der Wawona Road vom Valley aus kommend noch ein Stück weiter, erreicht man kurz vor dem Wawona Tunnel einen beidseitigen Parkplatz am sogenannten „Tunnel View Point“. Von hier aus schaust du längs auf das Yosemite Valley und hast somit einen tollen Ausblick auf den El Capitan, den Bridalveil Fall und den Half Dome im Hintergrund. Achte bei der Anfahrt zum Tunnel View besonders auf Fußgänger, die hier manchmal sehr plötzlich die Straße überqueren. Auch an diesem Aussichtspunkt herrscht nämlich meistens großes Gedränge. Ein kurzer Stopp lohnt sich aber auf jeden Fall.

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Nach unserer Rundreise wurden wir oft gefragt, welcher Nationalpark uns am besten gefallen hat. Wir waren uns dabei immer einig, dass es der Yosemite Nationalpark gewesen ist. Natürlich waren alle Parks toll und jeder hat etwas ganz Besonderes. Für uns war die Natur mit ihren Wasserfällen, den massiven Berggipfeln und dem idyllischen Mirror Lake aber einfach überwältigend. Die Aussicht vom Sentinel Dome und dem Glacier Point am letzten Tag, haben uns dann restlos überzeugt. Die drei Tage, die wir hier verbracht haben, waren so abwechslungsreich und ich denke, wenn man gerne wandert und in der Natur ist, ist der Yosemite Nationalpark einfach ein Paradies. Um einen Eindruck der Vielseitigkeit des Parks zu bekommen empfehle ich dir zwei bis drei Tage hier zu bleiben.

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