Valley of Fire – Ein Ausflug in eine andere Welt

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Nur eine Stunde Fahrtzeit vom bunten Las Vegas entfernt liegt eine weitere farbenfrohe Welt. Rote Felsen, eine Landschaft aus bunt gestreiftem Sandstein und einzigartige Gesteinsformationen bilden den größten und ältesten State Park Nevadas: das Valley of Fire.

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Oft wird dieser Park nur auf seine bekannteste Steinformation, die „Fire Wave“ reduziert. Sie ziert etliche Reiseführer der Westküste und auch wir sind über die bunte Welle auf das Valley of Fire aufmerksam geworden. Die Bilder haben uns beeindruckt und so war schnell klar, dass wir sie live sehen wollen. Allerdings hatte ich vorher nicht gewusst, wie anstrengend dies werden würde. Man kann nicht direkt zur Fire Wave fahren, sondern muss das letzte Stück zu Fuß gehen. Der Weg startet an Parkplatz 3 und ist 1,2 Meilen lang, also knapp 2 Kilometer hin und zurück. Eigentlich ja kein Problem für uns, da wir gerne wandern und die Entfernung nicht sehr weit ist. Man darf allerdings nicht vergessen, dass es im Sommer oft über 40°C wird. Das macht es wahnsinnig anstrengend. Auch als wir im Valley of Fire waren, war es sehr sehr heiß und ich hatte die Temperaturen etwas unterschätzt. Es ist extrem wichtig, mit ausreichend Wasser loszuziehen und sich gut gegen die Sonne zu schützen. Schatten gibt es unterwegs nämlich nicht.

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Zunächst ging es also über sandigen Boden, mitten durch die wüstenartige Landschaft. Kleine Steinanhäufungen wiesen uns an den Stellen den Weg, an denen der Trampelpfad nicht genau erkennbar war. Wir waren noch voller Elan und suchten Tierspuren im Sand. Hie und da begegnete uns auch eine Eidechse.

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Die zweite Hälfte der Strecke führte über verschiedenfarbige Schichten von Sandstein. Ich dachte hier eigentlich schon, dass die „Fire Wave“ ungefähr so aussehen müsste und dass die Bilder, die ich von ihr gesehen hatte, bestimmt bearbeitet wurden. Fehlanzeige! Die Fire Wave von den Fotos gab es wirklich und sie sah auch genauso aus. Nein. Sie war noch schöner. Nach ein paar hundert Metern standen wir plötzlich direkt vor ihr.

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Ich war absolut beeindruckt von den Farben. Die Natur ist eben ein Wunder. Wir setzten uns etwas hin und genossen die bunte Welle. Es war  einfach wunderschön. Vor allem weil wir abgesehen von zwei weiteren Touristen, die uns begegneten, komplett alleine waren. Im Internet hatte ich gelesen, dass es hier oft total überlaufen sein soll. Das kann ich hiermit nicht bestätigen.

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Auf dem anschließenden Rückweg bekam ich dann die Hitze zu spüren. Obwohl wir noch Wasser bei uns hatten und ich immer gerne und viel laufe, bin ich die letzten Meter auf dem Zahnfleisch gegangen. Als hätte mich die Kraft verlassen. Es war ein komisches Gefühl. Deshalb war ich überglücklich, als wir zurück am Auto waren. Gelohnt hat es sich trotzdem.

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Das Valley of Fire hat es dennoch nicht verdient, nur auf diese eine Attraktion reduziert zu werden. Es bietet nämlich noch so viel mehr. Im Visitorcenter und an den Rangerstationen der beiden Parkeingänge erhältst du einen Übersichtsplan und nützliche Informationen über den Park. Damit kannst du das Valley problemlos erkunden und vielleicht die ein oder andere kleinere Wanderung unternehmen. Wir sind an diesem Tag aufgrund der Hitze keine anderen längeren Wege gegangen, obwohl es einige gegeben hätte, die mich noch interessiert hätten. So zum Beispiel den White Domes Trail, den Rainbow Vista Trail oder den Pink Canyon. Wir haben stattdessen an nahezu allen Haltepunkten und Parkplätzen gehalten und uns dort die nähere Umgebung angesehen.

Direkt hinter dem Westeingang liegen zum Beispiel die „Beehives“. Das sind große Sandsteinformationen, die von der Natur so geformt wurden, dass sie aussehen wie überdimensional große Bienenstöcke.

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Kurz darauf führt eine Abzweigung zum Atlatl Rock und zum Arch Rock. Am Atlatl Rock befindet sich ein großer Picknickplatz mit überdachten Tischen. Hier kann man also super eine Pause im Schatten einlegen. Außerdem ist es möglich über eine Treppe ein Stück am Atlatl Rock hinaufzusteigen.

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Oben am Fels befinden sich nämlich Überreste indianischer Felsmalereien. Sie sind wirklich noch sehr gut erhalten und erkennbar.

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Am Arch Rock kann man einen kleinen Felsbogen, einen sogenannten „Arch“, in der Sandsteinformation erkennen, den die Natur hier geschaffen hat.

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Die „Seven Sisters“ sind sieben große Felsformationen, die den Straßenrand säumen. Du kannst sie also kaum übersehen, wenn du an ihnen vorbeifährst. Auch hier bietet sich eine Pause sehr gut an, da es ein paar wenige schattige Picknicktische gibt.

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An den Haltepunkten „Mouse’s Tank“ und „Rainbow Vista“ kann man jeweils eine Wanderung durch die Wüste starten. Wie gesagt, wir haben das leider nicht gemacht. Dennoch lohnt sich auch ein kurzer Stopp, da man in der näheren Umgebung ebenfalls tolle Gesteinsformationen finden kann. Gehe einfach ein paar Schritte und genieße für einige Momente diese unglaubliche Natur. Ich habe mich wie in einer anderen Welt gefühlt.

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Direkt am Parkplatz des Osteingangs zum Valley of Fire startet ein kurzer Weg zum bekannten „Elephant Rock“. Er macht seinem Namen wirklich alle Ehre, denn er sieht tatsächlich aus wie ein Elefant.

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Während deiner ganzen Fahrt durch das Valley solltest du dich nicht hetzen, sondern immer wieder die Natur genießen. Es war für mich einer der ganz besonderen Orte während unserer Rundreise. Die rote Landschaft ist einfach beeindruckend. Auch am Straßenrand finden sich teilweise wunderschöne Farbenspiele und bunt gestreifte Sandsteingebilde.

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Ein Ausflug ins Valley of Fire ist also auf jeden Fall empfehlenswert. Egal, ob als Zwischenstopp auf dem Weg nach beziehungsweise von Las Vegas aus oder auch als Tagesausflug. Immerhin ist das Spielerparadies nur circa eine Stunde entfernt. Der Eintritt kostet 10 Dollar pro Fahrzeug und ist nicht im Jahrespass der Nationalparks enthalten. Es lohnt sich aber definitiv und ich bin mir sicher, du wirst diesen kleinen Abstecher nicht bereuen.

Warst du auch schon einmal im Valley of Fire? Hast du auch ein paar weitere tolle Ecken entdeckt? Ich freue mich, wenn du mir davon erzählst.

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